VERHALTENSTHERAPIE
"Die beste und sicherste
Tarnung ist immer noch die blanke und nackte Wahrheit.
Die glaubt niemand! " Max Frisch
Verhaltenstherapie, was
versteht man darunter?
Wann kann eine Verhaltenstherapie sinnvoll sein
(Indikationen)?
Was passiert in der Verhaltenstherapie?
Wie lange dauert eine
Verhaltenstherapie?
Was kostet eine Verhaltenstherapie?
Benötige ich selber Verhaltenstherapie?
Verhaltenstherapie, was versteht man darunter?
Die Verhaltenstherapie entstand in den 50er-Jahren aus lerntheoretischen Konzepten. Die Art und Weise, wie wir gelernt haben, mit Anforderungen oder Belastungen umzugehen, prägt unseren Umgang mit anderen und uns selbst. In der Verhaltenstherapie gehen wir davon aus, dass immer auch ein Umlernen oder Neulernen stattfinden kann. Ziel ist es, nach kreativen Möglichkeiten zu suchen, wie alte Verhaltensmuster, die zu Beschwerden führen, durch erfolgreichere Muster ersetzt werden können. Von der Theorie bestimmen falsche Grundannahmen der Patienten / Klienten die Aufrechterhaltung von Störungen z.B. „Ich habe mich erst richtig unter Kontrolle, wenn ich etwas Alkohol getrunken habe“. In der weiteren Entwicklung kommt es zu einer Verzerrung von Selbstwahrnehmung und Selbstbewertung. Ziel der Therapie ist ein Umlernen dieses Verhaltens zur Verbesserung der Beziehungsgestaltung zu sich selbst und zu anderen
Wann kann eine Verhaltenstherapie sinnvoll sein (Indikationen)?
Sie sollten eine Verhaltenstherapie in Erwägung ziehen:
- Wenn Sie unter Angst (auch soziale Ängste), Panik (z.B. Fahrstühlen) oder Phobien (z.B. Spinnen) leiden.
- Wenn Sie unter Zwangsbefürchtungen (ständige grundlose Angst etwas könnte geschehen), Zwangsimpulse (z.B. einen Mitmenschen zu verletzten) oder Zwangshandlungen (Kontrollzwang, Waschzwang, Zählzwang) leiden.
- Wenn Sie Probleme mit Ihrem Gewicht haben.
- Wenn Sie unter ständigen Kopfschmerzen, Rückenschmerzen oder Schlafstörungen leiden und keine organische Ursache hierfür gefunden werden konnte.
- Wenn Sie Stottern oder "Ticks" haben.
Was passiert in der Verhaltenstherapie?
In meiner
therapeutischen Praxis gehe ich ziel- und lösungsorientiert vor und stelle
möglichst schnell eine kooperierende Arbeitsbeziehung her, in der die einzelnen
Therapieschritte gemeinsam geplant werden. Zu Beginn erhebe ich eine Problem-
und Bedingungsanalyse, d.h. es werden die Bedingungen untersucht unter denen das
Problem aufrechterhalten wird. Die Behandlung bezieht sich sowohl auf die
Symptome der Störung als auch auf die der Störung zugrunde liegenden Probleme
und Konflikte. Ein Schwergewicht wird dabei auf die aktuelle Problemlage und die
Symptomatik des Patienten gelegt.
Darüber hinaus kommen bestimmte spezifische Techniken zum Einsatz wie z.B.
systematische Desensibilisierung (Konfrontation mit der angstauslösenden
Situationen in der Vorstellung oder in der Wirklichkeit), Löschung (bestimmte
unerwünschte Verhaltensweisen werden nicht beachtet) oder Verstärkung
(erwünschte Verhaltensweisen werden belohnt) zur Anwendung. Teilweise kann es
bei stabilen Klienten auch angebracht sein gemeinsam in angstbesetzte
Situationen zu gehen (Flooding). Zudem arbeite ich mit kognitiven Techniken in
denen verzerrte Realitätswahrnehmungen neu bewertet oder eigene abnorme
Reaktionen auf diese Wahrnehmungen durch Autosuggestion unterbrochen werden
(Gedankenstopp). Dazu kombiniere ich je nach Indikationslage mit
unterschiedlichen Trainingsprogrammen zur Verbesserung der Beziehungsgestaltung
und Entspannungstechniken wie das Autogene Training und die progressive
Entspannung.
Wie lange dauert eine Verhaltenstherapie?
In der Regel finden die Therapien als Einzeltherapie statt mit ein- bis zweiwöchentlichen Abständen über 10 – 30 Stunden, in sehr seltenen Fällen auch einmal länger.
Was kostet eine Verhaltenstherapie?
Einzeltherapiesitzung mit 50 Minuten: 120,- € / 80 Minuten: 175,- €
Verhaltenstherapie ist ein von allen Kassen anerkanntest Verfahren und die Kosten werden, insofern Psychotherapie in Ihrem Vertrag erstattungsfähig ist übernommen.
Benötige ich selber Verhaltenstherapie?
Derzeit bin ich dabei für Sie unter der Rubrik "Interaktiv" Selbsttests zu veröffentlichen, die Ihnen erste Hinweise geben können ob Sie unter eine Angsterkrankung, Panikstörungen oder Zwangsstörungen leiden. Derzeit werden die technischen Voraussetzungen hierfür erarbeitet, bitte haben Sie noch ein wenig Geduld.