Schlafstörungen
Nichtorganische Schlafstörungen (Insomnie)
Bei dieser Form ist sowohl die Schlafdauer als auch die Schlafqualität beeinträchtigt. Die Betroffenen klagen häufig über Einschlafstörungen, gefolgt von Durchschlafstörungen und morgendlichem Früherwachen. Häufig beobachtet man eine Kombination dieser Beschwerden.
Die Störung tritt oft in Zusammenhang mit starken Belastungen auf.
Gehäuft beobachtet man die Störung bei Frauen, älteren Menschen und Menschen mit psychischen Problemen.
Bei wiederholt erlebten Schlafstörungen kommt es zu einer erhöhten Angst vor Schlaflosigkeit und zu einer ständigen Beschäftigung mit deren Konsequenzen, was oft zu einer Stabilisierung und zu einer Verschlechterung der Beschwerden führt.
Nichtorganische Schläfrigkeit (Hypersomnie)
Hierunter versteht man einen Zustand ausgeprägter Schläfrigkeit während des Tages. Häufig treten Schlafanfälle auf, die nicht durch eine unzureichende Schlafdauer erklärbar sind. Bei Fehlen einer körperlichen Ursache ist die Störung gewöhnlich mit psychischen Problemen verbunden.
Nichtorganische Störung des Schlaf-Wach-Rhythmus
Die Störung liegt vor, wenn der individuelle Schlaf-Wach-Rhythmus mit dem vorgegebenen Schlaf-Wach-Rhythmus der Umgebung nicht in Einklang steht, was z.B. bei Schicht- und Wechselschichtarbeitern zu beobachten ist. Dieser Zustand führt oft zu Schlaflosigkeit und Hypersomnie.
Weitere Formen von Schlafstörungen sind Schlafwandeln, das Erleben von nächtlichen Episoden starker Furcht und Panik mit heftigen Schreien, Bewegung und starker Erregung (Pavor nocturnus) und häufig auftretende Alpträume.